Loslassen. Aufleben. Wesentliches spüren.
Fasten setzt im Körper Prozesse der Erneuerung in Gang, macht den Geist freier und öffnet Raum für Neues.
Was geschieht, wenn wir aufhören zu essen?
Der Körper stellt sich um.
Wenn für eine begrenzte Zeit keine Nahrung mehr aufgenommen wird, beginnt der Körper, seine Energieversorgung umzustellen. Fastenstoffwechsel, Ketose und Autophagie gehören zu den faszinierenden Vorgängen, die dabei eine Rolle spielen.
Gewohntes verliert an Bedeutung.
Hunger ist beim Fasten oft ganz anders, als wir ihn aus dem Alltag erwarten. Essen fällt weg – und damit überraschend viel von dem, was unseren Tagesablauf sonst bestimmt.
Es entsteht Raum.
Für Bewegung und Ruhe. Für Selbstwahrnehmung und Stille. Für neue Gedanken – und vielleicht für das, was Dir wirklich wichtig ist.
Was bleibt, wenn vieles wegfällt?
Weniger Essen. Weniger Gewohnheit. Weniger Ablenkung.
Und plötzlich wird manches deutlicher.
Was brauche ich wirklich?
Was tut mir gut?
Was möchte ich mitnehmen – und was darf ich loslassen?
Fasten gibt darauf keine fertigen Antworten. Aber es kann den Raum öffnen, in dem die eigenen Antworten leichter hörbar werden.
Anselm Grün beschreibt das Fasten als eine Begegnung mit der eigenen Wahrheit.
Fasten braucht nicht viel.
Aber manchmal den richtigen Ort.
Das Stift Geras ist mehr als die Kulisse für eine Fastenwoche. Seine Räume, die Natur, die jahrhundertealte geistliche Tradition und die Menschen, die hier leben, geben dem Fasten einen besonderen Rahmen.
Beim Geraser Klosterfasten begleiten Bewegung, Gemeinschaft und Stille Deine Fastenzeit. Wir treffen uns morgens und abends. Dazwischen bleibt Zeit für Dich – ohne einen Stundenplan, der jeden Tag ausfüllt. Ein Tag gehört ganz bewusst der Stille.

Fasten wirft Fragen auf. Gute Fragen.
Vielleicht hast Du noch nie gefastet. Vielleicht kennst Du das Fasten schon und möchtest genauer verstehen, was dabei geschieht.
Wann beginnt der Fastenstoffwechsel? Warum ist Hunger so selten? Was bedeutet Ketose? Welche Rolle spielt Autophagie? Und wie gelingt der Weg ins Fasten – und wieder zurück zum Essen?
Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftige ich mich seit vielen Jahren – aus eigener Fastenerfahrung und mit großem Interesse an dem, was die Wissenschaft heute über das Fasten weiß.
Was geschieht beim Fasten?
Fastenstoffwechsel, Ketose und Autophagie – was sich im Körper verändert, wenn für eine Zeit keine Nahrung aufgenommen wird.
Wie beginne ich zu fasten?
Vorbereitung, Entlastung und der erste Fastentag – damit der Übergang vom Essen zum Fasten leichter gelingt.
Was hilft während des Fastens?
Bewegung und Ruhe, mögliche Beschwerden und was Dir hilft, gut durch die Fastentage zu kommen.
Wie beende ich das Fasten?
Fastenbrechen und Aufbautage – und warum der behutsame Weg zurück zum Essen zum Fasten dazugehört.
Fasten erlebt jeder anders.
Was Fasten bedeuten kann, lässt sich vielleicht am besten von Menschen erzählen, die es selbst erfahren haben.
Thomas
„Ich gewann Abstand zu meinen bisherigen Gedankenmustern … als fiele vieles bisher so Belastende einfach von mir ab.“
Sophie
"Für mich ist Fasten immer ein Zurückfinden zu 'weniger' ... zum Wesentlichen, all den Ballast dieser überfüllten Welt einfach mal loslassen."
Rebecca
„Ich habe die Ruhe genossen und mit jedem Tag fühlte ich mich besser.“

Warum ich immer wieder faste.
Fasten lässt mich immer wieder erfahren, wie wenig ich wirklich brauche.
Wenn ich faste, löse ich mich für eine Zeit von Gewohnheiten und finde wieder mehr zu mir selbst. Ich erkenne, was mir wirklich wichtig ist – und kann vieles andere ganz leicht loslassen.
Und es ist immer wieder erstaunlich, wie einfach mir das dann fällt.
Alexander
„Die Fastenzeiten sind ein Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebenso wenig verzichten wie auf meine Augen.
Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die innere.“
Mahatma Gandhi, Young India, 3. Dezember 1925