Spirituelles FastenMahatma Gandhi
Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebensowenig verzichten wie auf meine Augen. Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die Innere.
Einführung
Bei jeder Art des Fastens wächst die Sensibilität für tiefergehende Gedanken. Beim spirituellen Fasten wird erhält dieser Aspekt besondere Aufmerksamkeit.
Meditation, Stille und Schweigen sind oft wirksame Begleiter in der Zeit der Einkehr. Das Gebet erhält eine große Tiefe.
Die Dauer beträgt in der Regel zwischen 7 und 14 Tagen.
Die Veranstaltungsorte sind einsam und ruhig gelegen, wie z.B. Klöster.
Besonders geeignet ist spirituelles Fasten als Vorbereitung auf einen neuen Lebensabschnitt und bei wichtigen Fragen und Entscheidungen:
Berufswahl,
Ehe, Lebensgemeinschaft,
nach dem Verlust eines geliebten Menschen,
Ruhestand,
bei grundlegenden Fragen zum eigenen Leben,
Dr. Otto Buchinger, der Fastenpionier, stellt in seinem Buch "Das Heilfasten" folgendes fest:
"Recht interessant und noch wenig erforscht ist die Psychologie des Fastens.
Die Beobachtung von über 2 500 Fastenkuren gibt uns das Recht zur Schilderung:
Eine Art Lösung und Lockerung verkrampften seelischen Gefüges ist erkennbar, eine Klärung der Lage und eine höhere Feinfühligkeit. Das analytische Denken ist anfangs erschwert, die Intuition vertieft und erleichtert.
Zu Anfang des Fastens erleben wir einen kurzen, aber deutlichen Pendelschlag der Gemütslage nach der depressiven Seite. Dann einen deutlichen Ausschlag nach dem Gegenteil, der manischen Seite: wir finden erleichterte Gedankenabläufe, erhöhte seelische Produktivität.
Neben der stärkeren Sensibilisierung (Instinktverfeinerung) erfahren wir auch gelegentlich glatte Lösungen neurotischer Verkrustungen; der wahre Kern kommt heraus, es ist ein Zusichselberkommen. Der innere Ruhepunkt, das Meta Zentrum wird entdeckt, eben die innere Heimat."
Spirituelles Fasten - horchen Sie mal rein in sich - es lohnt sich! |